Do 11.08. –– Comedy Benefiz für den sinkkasten arts club [live] 20 Uhr Vvk
MUNDSTUHL "Sonderschüler"
Rettungsschirm! Für den vor dem Aus bedrohten Sinkkasten.
MUNDSTUHL erinnert sich an ihre ersten Shows im Kasten und hilft.
Am 11.08. Sonderschüler – Das aktuelle Programm im exclusiven Rahmen
Comedy-Benefiz im Sinkkasten arts club!
Die Könige der Comedy sind zurück, und das Warten hat sich gelohnt!
MUNDSTUHL präsentieren mit „SONDERSCHÜLER“ ein fulminantes Feuerwerk deutscher Comedy und ihr bisher lustigstes Programm.
Schwangere Schülerinnen, verprügelte Lehrer, Schlägereien auf dem Schulhof, Raub und Erpressung: Soviel zum Positiven. Doch der Schulalltag in Deutschland ist nicht nur eitel Sonnenschein! Referate, Klassenarbeiten und Zeugnisse vermiesen Deutschen Schülern immer öfter die traumhaften Stunden in der Schule.
Die Pisa-Studie beweist: Deutschland steckt in der Bildungsmisere und MUNDSTUHL kennen die Lösung: Lachen bis das Schulamt kommt.
Fr 05.08. –– Belle Etage // SAC [live] 23 Uhr
Elektronische Beats, tanzlaunige Menschen, Sofas, Spiele, kleine Snacks und leckere Drinks.
Der Sinkkasten Arts Club - Frankfurts Belle Etage - öffnet am Freitag, den 05. August sein Wohnzimmer für enge Freunde der elektronischen Tanzmusik. Auch das Geheimnis des Line-Ups darf nun endlich gelüftet werden! Die Platten drehen an diesem Freitag:
♥ Michael Satter
♥ Fabian Bredt
♥ Daniel Kilian
♥ Alexander Einetter
Um die Tanzfläche herum wird es ausreichend Platz geben damit ihr nach einem exzessiven Tanz bei unserem Drink der Nacht "Vodka Martini" (4,00€) Leute, Musik und Leben genießen könnt.
Belle Etage//SAC
Also kommt vorbei und fühlt euch zu Hause!
Di 08.02.2011 –– James Yuill [London] live, Dj 802
Einlass 21 Uhr Konzertbeginn 22 Uhr
After releasing his critically acclaimed debut album Turning Down Water For Air in October 2008, 28 year old Brit James Yuill is back with a brand new album for 2010. Entitled Movement in A Storm, the LP is set for release worldwide on June 18, 2010 and will be released through Moshi Moshi / Cooperative Music.
One of the hardest working chaps in music, James spent the last year traipsing the globe and performing 105 gigs in 16 countries (phew!) all the while spreading his unique blend of emotional acoustic songwriting with visceral, dynamic electronic beats. He’s won many a champion along the way including Huw Stephens, Zane Lowe, John Kennedy as well as The Chemical Brothers and Phoenix.
James commented, "I'm so excited about the new album. As fans will know Turning Down Water For Air was a year old before it was released so I'm happy to say the new songs were done a mere couple of months ago. Like all artists know It's a great (and frightening) feeling to issue new material out into the public domain. I've tried to maintain the acoustic elements of the last record whilst advancing the electronic production. For example there are tracks that range from dance and glitchy electronica right the way through to an acoustic guitar instrumental. I hope people like it. "
![]()
Do 03.02.2011 –– Jeans Team [Berlin] live, Dj Psycho Jones 21h
Gegründet Mitte der 90er in Berlin, hat das elektronische Duo, daß zwischenzeitlich auch als Trio oder zu viert aktiv war, im Laufe der Zeit und mehreren Alben ihren eigenen Sound entwickelt, der Dancemusic mit komplexen Popstrukturen und zumeist kurzen, deutschsprachigen und oft genial-dadaistischen Texten verbindet. Ihre größten Erfolge feierten sie mit Hits wie Keine Melodien, Baby 3 und Das Zelt. Die beiden Gründungsmitglieder Franz Schütte und Reimo Herfort waren auch Mitbegründer der inzwischen legendären Galerie Berlintokio, einer der prägendsten und aufregendsten Underground Clubs dieser Jahre. Hier fanden auch die ersten Bandproben, Live-Auftritte und Plattenaufnahmen (Hi Fans z.B.) statt und hier trafen sie auch auf Henning Watkinson und Gunther Kreis, die für einige Jahre fester Bestandteil der Gruppe waren. Im Jahr 2000 gingen Jeans Team zum in dieser Zeit mit Veröffentlungen von Peaches oder Gonzales wegweisenden Label Kitty-yo und veröffentlichen ihr Debütalbum Ding Dong, dessen Single-Auskopplung Keine Melodien sich über 15.000 mal verkaufte und weltweit bekannt wurde, u.a. auch durch den Remix von MJ Lan und als Coverversion von Peaches. Nach ihrer EP Gold und Silber, die z.T. dancefloor-taugliche Versionen älterer Songs enthielt, wechselte die Band zu Louisville Records. In den letzten Jahren spielten sie weltweit (von Amerika bis Asien) unzählige Shows und veröffentlichten zwei weitere Alben und festigten so ihren Ruf als energetische Live-Performer und herausragender "teutonic electronic act" in der Tradition von Bands wie Kraftwerk oder DAF. Photo by SIMGIL.
Fr 28.01.2011 –– Our Roaring Twenties [Mottoparty mit Tanzkurs]
Stephan Wuthe (Swingtime.de/Berlin), Stephan Umbach (Wildcat Night/FFM), Swingknopf (hop-the-main.de/FFM), Jakewalk (Riverside Dance/Baile Clandestino)
Die wilden 20er Jahre: Musik, Kunst, Literatur, Mode entwickeln sich in kurzer Zeit explosionsartig. Louis Armstrong bläst sein Kornett in der Chicagoer South-Side. Fletcher Henderson macht mit seiner Big-Band New York unsicher. Während Al Jolson sich 1927 im ersten Tonfilm schwarz anmalt, fliehen viele Künstler vor dem täglichen Rassismus nach Europa.
Flappers, It Girls und Hipster verändern die Mode und nichts bleibt wie es mal war.
Der Sinkkasten Arts Club lässt die wilden 20er Jahre wieder auferstehen und wir laden ein zum Tanz auf dem Vulkan! Stephan Wuthe aus Berlin (Swingtime.de) beschleunigt seine Schellack auf 78 Umdrehungen, DJane Swingknopf wirbelt ihre CDs dazwischen, während Stephan Umbach (Wildcat Night / That Beatin' Rhythm) und Jake Walk ihre Singles auf 45 upm tanzen lassen. Swing, Balboa, Jive, Jump-Blues und R&B at its best. Kleiner Einführungstanzkurs.
Falls beim Tanzen die Frisur verrutscht oder das Make-Up verläuft, helfen Schminkdamen für das richtige 20er Jahre Gefühl. Also, zieht euch gut an und lasst die Sorgen zu Hause.
Do 13.01.2011 –– Minitel Rose [FR], live 21 Uhr
Am 22.11.2010 ist es endlich soweit...Das französische Electro-Trio Minitel Rose veröffentlicht ihr Album „Atlantique“ weltwelt auf K7 Records.
Minitel Rose (Futur/K7 Records)
Auf ihrem kommenden zweiten Album präsentieren die drei Jungs von MINITEL ROSE französischen Synthie-Pop mit Disco-Feeling.
Nachdem sich ihr Debüt “The French Machine” vor zwei Jahren über 10.000 Mal verkaufen konnte, erscheinen mit “Atlantique” im November 13 melodische und treibende Tracks, mit denen das Valerie Künstlerkollektiv dem Sound von Ed Banger echte Konkurrenz macht. Der Einsatz von Keyboards und Synths, Falsett-Stimmen, Pop- und Electro-Elemente sowie der typisch französische Touch sind die Sterne im akustischen Universum von MINITEL ROSE. Den ersten Impact gibt es dann mit der Single “Wild Birds” und Remixen von u.a. Barretso oder Thieves Like Us, einen zweiten Einschlag soll die Auskopplung “Heart of Stone” verursachen, für deren Remixe sich Demon, Jimmy Edgar und Human Life angekündigt haben. Live gibt es Raphael, Romain und Quentin übrigens nicht nur als Band – auch ihre elektrisierenden Electro/New Wave DJ-Sets begeistern weltweit ihr Publikum.
Fr 07.01.2011 –– Soundbwoys Destiny present
Million Stylez (live), Deebuzz & Soundbwoys Destiny 23 h
Das Jahr 2010 liegt hinter uns. Alles in Allem behalten wir es mit vielen positiven Gedanken und Erinnerungen im Gedächtnis, obgleich die 2. Hälfte sehr turbulent und mit viel Arbeit verbunden war. Wir machen 2011 jedoch genau da weiter, wo wir vergangenes Jahr aufgehört haben! Soundbwoys Destiny freuen sich, am 07.01.2011, niemand geringeren als den schwedischen Dancehall-Export-Schlager „MILLION STYLEZ“ in der Main-Metropole begrüßen zu dürfen. Die Wurzeln von Million Stylez' Familie reichen nach Frankreich und Japan. Er selbst kommt 1981 zur Welt und lebt in Sollentuna, einer Stadt im Einzugsbereich Stockholms. Million Stylez' Schwerpunkt verlagert sich während seiner Jugend von Rap zu Gesang und Deejaying. Er konzentriert sich mehr und mehr auf Reggae und Dancehall. Der eingeschlagene Weg führt geradewegs nach Jamaika. Hier findet im Sommer 2005 zum fünften Mal ein von Irie FM ins Leben gerufener Talent-Wettbewerb statt, der bereits diversen Künstlern als Sprungbrett für eine internationale Karriere dient. 1200 Teilnehmer treten beim Red Stripe Big Break gegeneinander an. Nach Live-Shows, Fernseh- und Radio-Interviews erringt Million Stylez einen beachtlichen vierten Platz. Mit "Without U", "All Night" und "This Is Da Style" veröffentlicht Million Styles Tracks, die bei den einschlägigen Sendern in Skandinavien und auf Jamaika gleichermaßen in der Heavy Rotation landen. Anfang März 2006 liefert er mit "Miss Fatty" (über 8 Millionen klicks) einen knallhart auf das Wesentliche reduzierten Dancehall-Burner: Nichts lenkt von der prägnanten, dominierenden Stimme ab. Mit "Give Me The Strength" schiebt er zudem eine Gesangs-basierte Nummer nach. Beide Tunes finden über den deutschen Vertrieb Soundquake Verbreitung und verhelfen Million Stylez hierzulande zum Durchbruch. "Miss Fatty" landet gar an der Spitze der deutschen Reggae-Charts.
Unterstützung am Abend bekommt Million Stylez von, im Rhein Main Gebiet altbekannten Soundkollegen, DEEBUZZ, sowie den Frankfurter Jungs um SOUNDBWOYS DESTINY. Ein Muss für Liebhaber von Reggae-, Dancehall- & HipHop Music sowie exzellenter Live Performance. So make it a Date & Dont be late!!!
Mi 20.10.2010 –––– Factory [Independent] 21 Uhr
Live in Concert: Scanners (UK) Support: Champions
Schmelzende Melodien und ein Gitarrenmix aus Indie, New Wave & Art-Rock. Produziert von Stephen Hague (New Order). Scanners aus London sind ein Juwel der UK-Indie-Szene & und über allem schwebt die wundervolle Stimme von Sängerin Sarah Daly.
Sie zelebrieren einen erfrischenden Sound zwischen Indie, Post-Punk, Artrock & New Wave. Mal melancholisch bezaubernd, mal Dancefloor- kompatibel. Sie sind sicher nicht die erste Band aus London, die sich die Etikette Artrock auf ihre Fahnen näht, aber die erste seit langem die fast ohne Industrie und Testosteron eine Menge Staub aufgewirbelt hat. Sarah Daly schafft es mit ihrer Stimme den Sex von METRIC neben der Wut von YEAH YEAH YEAHS zu vereinen & versprüht zugleich eine melancholische Atmosphäre die manchmal an Siouxsie and the Banshees erinnert. "In den Rezensionen wird Frontfrau Sarah Daly als Nacheiferin der immer selben Sängerinnen genannt. Für mich klingt Sarah Daly verdammt nach… Sarah Daly! Jene Dame haucht dem Wave-Rock-Indie-Pop-Punk-Alternative-Irgendwas (Zutreffendes bitte ankreuzen) einen durch sämtliche Fahrwasser durchgängig schimmernden Glanz ein. Ihr Charisma bewahrt den Songs eine Frische", schreibt lieinsound.de. Dieser Meinung schließt sich das Label auch gerne an! Die Basis für eine große Fanbase existiert bereits: ca. 500.000 Myspace Clicks, diverse Europa & US Touren u.a. mit Juliette & the Licks & Bloc Party, zwei Releases auf Dimmak (Bloc Party, The Rakes, Klaxons) & Unterstützung von ED BANGERS´ UFFIE & Kult-DJ & Labelbesitzer Steve Aoki himself. Booking macht Creatvie Talent (The XX, Muse, Daft Punk). Die Erfolgsstory wird weiter gehen…
Do 18.11.2010 –––– Synthetics 21 Uhr
Live in Concert: The Hundred In The Hands (NY/Warp Rec), Microscience Electronics
Jason and Eleanore—co-conspirators living in Brooklyn—discovered their shared sensibility for early hip hop, French house and disco, ska and dub, post-punk, British invasion-mod and girl pop from the 60’s through the 80’s. The duo found their tastes meshed over an impossibly broad spectrum of sounds and eras, and they decided to make music together. Their first song—the electrifying post-punk rave-up “Dressed in Dresden”—was written and recorded in a couple of days, released online, picked up and released as a 45 by a record shop in the U.K. where they were soon playing shows and coming to the attention of Warp Records. But, rather than following the sometimes mad-rush of a hype driven media, the two retreated to the bunker to write and record. During that time, Jason and Eleanore focused on deciding exactly who they wanted to be. What they discovered and emerged with were 17 startling new tracks and a precise and deliberate sound. The band’s self-titled debut album (and its equally stunning predecessor, the sun-drenched, blissed-out EP This Desert) is a product of DIY home-recording plus a series of studio sessions alongside visionary producers Richard X in London and Jacques Renault, Chris Zane and longtime DFA associate Eric Broucek in New York. It is an epic album of adventurously crafted, perfectly manufactured and deceptively complex pop songs that embrace the duality between the electronic and the organic, between night and day. Equal parts mutant disco, 80’s pop queen and Yé Yé girl, Eleanore’s epic vocals and lavish synths—both full and flirty, desperate and demanding—belie a naturalism that’s intensified and offset by Jason’s bass lines, programmed beats and guitars that swerve from angular, full-throttle riffs to vaporous and ephemeral shadows. Jason and Eleanore trade menacing metallic, razor sharp, turns, assembling towering melodies atop pulsing rhythms.
With a brassy carnality, the record veers from Disco dazed, avant-pop (“Young Aren’t Young”) to teenage angst, boredom and pop heartache (“Pigeons”) as Jason’s piercing guitar lines zig and zag with Eleanore’s soaring harmonies and Siouxsie-esque yelps. A late-night dance party (“Commotion”) and Post-R&B dub (“This Day Is Made”, “Lovesick (Once Again)”) spin into mind-bending mash-ups of skuzzy rock riffs and obliterated beats (“Gold Blood”) relieved finally in an austere anti-ballad to failed rebellion (“The Beach”). Elsewhere, glistening, conversational minimal wave (“Killing It”) bleeds into dreamy synth-pop (“Dead Ending”), crumbles into restrained punk (“Last City”) and bursts in the song that started it all—the incisive disco-punk dance-off, “Dressed in Dresden.”
In the end, The Hundred in the Hands is everything all at once and nothing you’d ever expect. Jason and Eleanore bend and blend styles, sounds and eras into something that doesn't feel confused, fake or forced. It just feels fun.
Do 11.11.2010 –––– Synthetics [PostNewSynthWave] 22 Uhr
Veronica Vasicka (Minimal Wave Records/NY) & 802
Veronica Vasicka was born in New York City to an Uruguayan mother and Czech father. At an early age, she had a passion for music and photography. She received her first Casio SK-1 ‘toy’ synthesizer for Christmas at the age of 11 and was exposed to New Wave music cassettes via her old brother. At 13, she began shooting black and white images of her friends in NYC. One example of a stunning image she shot at the age of 16, can be seen on the cover a 2006 release entitled, V/A- The Lost Tapes LP: A Compilation of European Minimal Wave '81-'86. At 18 she went on to study photography and received her degree at the Rhode Island School of Design. She came back to NYC, and worked as a photographer for several years. Frustrated by the commercial aspects of the field, she ended up taking a deeper interest in music. In 2003, she co-founded NYC’s largest online radio station, East Village Radio. Inspired by the music she gathered for her weekly two hour radio show, she launched the Minimal Wave label in 2005. Specializing in obscure electronic gems, she loves old New Wave, Italo Disco and House music. She aims to bring rare recordings to the public via Minimal Wave, as well as her sub-label Cititrax, which features newer bands and classic house reissues. She continues to host the weekly radio show on East Village Radio (Sundays 6:00-8:00PM EST), and also DJs weekly at parties and in various clubs around New York City. She records her own music under the name 2VM, a New Wave collaboration with the Minus Records artist Marc Houle. In 2010, she compiled "The Minimal Wave Tapes: Volume One", released on Peanut Butter Wolf's Stones Throw Records. The Minimal Wave label specializes in creating vinyl editions of late 70s to early 80s synth wave music. Most of the time, the albums have never been released on vinyl before. The source material is varied between old cassettes, cassette compilations and reel-to-reel tapes. These high quality editions are hand-numbered and feature lovely artwork and printed inserts with graphics and information about the bands.Her DJ sets range from Minimal Electro to dark Italo Disco and House mixed in with classic New Wave. She likes to tell a story when spinning and to teach the crowd about the roots of electronic music. She has a fantastic talent for synthesizing her influences into an unforgettable night of dancing. Recently, she DJ’d at both MoMA and MoMA PS1 for Summer Warm Up, the Seven NY party at Tribeca Grand, and Surface To Air Party at OAK NYC.
Mo 13.06. –– Wye Oak [USA] live Einlass 20 Uhr
Tickets
In dem Interview-Marathon im Vorfeld zu unserer 20 Jahres Feierlichkeit wurde eine Frage immer und immer wieder gestellt: "Wie entscheidest du, was auf City Slang veröffentlicht wird, und was nicht". Oder auch in Abwandlung: "Was muss eine Band haben, um auf City Slang zu erscheinen"?
Und immer wieder musste ich mir die gleiche Antwort abringen, die grob sinngemäß so klang: "Keine Ahnung. Kann ich nicht sagen." Um dann mit einem unreflektierten Wortschwall nachzulegen: "Sie muss irgendetwas bei mir auslösen. Sie sollte originell klingen, und nicht wie etwas, was es so schon gibt. Die besten Demos, oder auch Alben, sind die, die diesen merkwürdigen Sog entwickeln. Erst merkt man es gar nicht, aber dann wird man fast magnetisch immer wieder hinein gezogen in die Musik, und irgendwann ist man mit den Songs befreundet und hat eine Entdeckung gemacht."
Case in Point: Wye Oak. Ein Duo aus Baltimore, das seit seiner Highschool-Zeit zusammen Musik macht. Wye Oak besteht aus Jenn Wasner und Andy Stack. Und das erste was auffällt, ist diese zerbrechliche, berückende Stimme von Jenn. Und dann fällt noch etwas auf. Was mich auch wieder an diese vielen Interviews zurück denken lässt: die andere immer wiederkehrende Frage lautete gerne: "Was bedeutet eigentlich der Begriff Independent für dich (gerne auch in der Variation, was bedeutet Independent überhaupt noch heute)"? Und auch darauf habe ich eigentlich keine wirklich sinnige Antwort, was mich aber nicht vom nächsten Wortschwall abgehalten hat. Wye Oak geben eine viel bessere Antwort mit diesem neuen Album: sie schaffen eine so würdige, und große Musik, und doch liegt diese Würde und Erhabenheit in so viel Subtilität verborgen. Sie treten keine Türen ein um pathetisch vor sich hin zu gefühlern. Sie machen das viel mehr mit großem Geschick und kleiner Geste. Und das macht sie für uns hier zu einer ebenso archetypischen Independent Band wie seinerzeit z.B. Doug March's Built To Spill. Wye Oak liefern aber nicht eine Blaupause ab für die kommenden Generationen. Bei ihnen geht es mehr um die Kreation des Moments. Dieses eine Moment, wenn Andy an seinem Schlagzeug sitzend hochkonzentriert mit der linken Hand Bassakkorde aus einem Keyboard lockt, während seine anderen drei Gliedmassen das Schlagzeug malträtieren, und wenn dann Jenn einen Schritt vom Mikroständer zurück tritt und mit einem Mal ihrer Gitarre diesen huldvollen Blast von Glückseligkeit entlockt. Das sind die Schlüsselmomente einer jeden Wye Oak Show und das sind die Glücksmomente, die dieses wunderbare Album ein ums andere Mal beschert.
Die Songs von „Civilian“ entstanden hauptsächlich im Sommer 2010, als Songschreiberin Jenn gerade eine schwierige Zeit durchmachte.
„This album was completely a lifeline for me,” sagt Jenn. “I don’t know how I would have made it through without it. It’s pretty much all I did that summer - sit in my little room and write songs.”
Ihre sehr persönlichen Texte und Songs brachte sie schließlich mit zu Andy in den Proberaum, wo sie ihren Wye Oak Zauber auf die Stücke wirken ließen, die Arrangements gemeinsam ausgestalteten, Keyboards und Gesangsharmonien hinzu fügten, und wogende Codas kreierten, die einen bei jedem Hören wieder von Neuem umhauen.
„Civilian“ laesst sich als eine Art 21st-Century Folk beschreiben, durchtraenkt von dichten Shoegazer Gitarren, fast schon melodischen Rhythmen und kleinen elektronischen Farbtupfern. Es gibt flüchtige Verweise auf musikalische Einflüsse - ein bisschen Cocteau Twins hier, Sonic Youth da, mal erinnert es an Crazy Horse oder Fleetwood Mac - aber „Civilian“ gelingt das seltene Kunststück, ganz vertraut zu klingen und sich trotzdem nur schwer greifen und einordnen zu lassen.
Auch das Songwriting ist auf raffinierte Weise kompromisslos. Wenn man nämlich genau hinhört, wird einem auffallen, dass lediglich ein einziger Song einen richtigen Refrain besitzt – was entfernt an eine Aussage von Mike Watt erinnert, der über die Musik der Minutemen sagte: “We don’t write songs, we write rivers.”
Ohne sich an konventionelle Strukturen zu halten, bestechen die Songs durch faszinierende Akkorde und Melodien, Jenn’s Stimme und ihre fesselnden Lyrics, hypnotisierende Rhythmen und berauschende Klangland-schaften. Genauso wie in guter Lyrik die tiefere Bedeutung zwischen den Zeilen zu lesen ist, findet man auf dieser Platte die Bedeutung zwischen den Klängen: die Verbindung von Harmonien, Klangfarben und Songtexten erweckt lebhafte und schwer zu beschreibende Assoziationen, die man kaum greifen kann.
Nachdem ihre ersten beiden Alben noch in kompletter Eigenregie entstanden, brachten Wye Oak diesmal John Congleton (St. Vincent, Shearwater) mit ein, der für den Gesamtklang des Albums eine zentrale Rolle spielte. “JC definitely pushed us into some exciting and sometimes scary new territory,” so Andy. “It was the most that Jenn and I had ever relinquished control of our music to someone else, but it gave us a chance to step back and see the big picture, whereas on previous recordings we got embroiled in the technical details.”
Mit „Civilian“ hat Jenn sich all ihren Schmerz und ihre Trauer von der Seele geschrieben. Und so steht das Album stellvertretend für eine der wundervollsten Eigenschaften der Musik: die Möglichkeit, aus einer tragischen, niederschmetternden Erfahrung etwas unglaublich Schönes zu kreieren und diesen Schaffensprozess gleichzeitig als Selbsttherapie zu nutzen: „I wasn’t depressed anymore. Songs are magic - they’re like sorcery. I was back to normal, or whatever version of normal I can be. I can’t afford therapy, but I sure have written a lot of songs.”


